Übersicht Band I
Brief-Nr 1,76
Seite 1,196-199
Datum 00.05.1756
Ort Grünhof
an Lindner, Johann Gotthelf
von Hamann, Johann Georg
Kommentar
196,15 Schreiben: nicht überliefert.
15f. Dissertat.: 191,7; Kleinigkeiten: der Königsberger freyen Gesellschaft, 106,22; 199,11f.
21 HE. B.[erens]
23 Brief: 190,11.
24 Vor Johannis: dem Vertragsende.
30 Bodinus: Jean Bodin; gemeint ist wahrscheinlich das Werk über den Staat der Juden, oder sein Universae naturae Theatrum, 180,34.
33f. De causis magnitudinis vrbium: von Johann Matthias Hase.
197,7 bins: verschrieben.
9ff. In Ansehung Ihrer: seine Schulden bei Lindner seien noch nicht getilgt.
16 Lies ihren.
20 Buffons Schicksal: der von H. entliehene Band I ging durch Schuld der Botin verloren.
24 Rappuse: Plünderung, Raub; in die Rappuse geben meint: preisgeben.
25 wollen: verschrieben für worden.
28f. Textverlust zwischen diesen beiden Zeilen? Die offenbar bey dem Organisten an Jacobi Kirche Johann Gottlieb Lithan sich zu Besuch aufhaltende Frau Kettler, Serviererin im Hause v. Witten, möge u. a. die Dunciade: mitbringen. H. meint wahrscheinlich nicht eine Übersetzung des Popeschen Gedichts, sondern das Buch Ch. M. Wielands, das 1755 erschienen war; Terraßon: Terrasson, Abbé Jean, Sethos; von Büffon: den zweiten Band, wenn den Besitzer nicht die Gefahr des Verlustes des ersten Bandes abschrecke.
31 Voltairens Gedicht: Poème sur le désastre de Lisbonne, 1756. Aus Anlaß des Erdbebens von Lissabon im Jahre 1755 entwickelt es seine Skepsis gegen allen Vorsehungsglauben, 199,11 und Hs Interesse am kritischen Brief J. J. Rousseaus', 426,21; 452,1.
34 den Engl. v die Pflanze: der Engländer ist der Apotheker Johann Hill (1716-1780), offenbar ein Scharlatan mit seinen Wundertränken und in seinen dubiosen Schriften, darunter Lucina sine concubitu, eine Satire auf Buffon, unter dem Pseudonym Abraham Johnson veröffentlicht, deutsche Übersetzung 1752.
36 Kantens Dissertation: 191,7; 196,15.
198,9 Stahlianer: Anhänger des Medizinprofessors an der Universität Halle Georg Ernst Stahl und späteren Hofarztes am preußischen Hofe, >der als Scheidekünstler das Allfeuer Phlogiston und als Arzt die allgemeine Lebenskraft Anima lehrte< (Nadler 30f). Hs Vater hielt sich in seiner Wundarztpraxis an die Lehren Stahls, Biga 110/210, 212, 213; 180/30; auch Kleeblatt Hellenistischer Briefe, Brief 3,N II,184,1.
21 Briefe eines Hofmeisters: es blieb bei dem bloßen Plan.
25 einige Articel: 205,3ff.
199,4 abeille du parnasse: 189,29.
9 Piece des V.[oltaire]: über gedruckte Lügen, in der Abeille du Parnasse?
11 Gedicht auf Lißabon: v. Voltaire, 197,31; stille Gesellschaft: 196,16.
15f. Clairaut: 181,2.
19 nach dem Puls fühlen: Ärzte im medizinischen wie erotischen Sinne, wie bei Molière öfter das tâter le pouls erscheint.
23 Pflegekinder: die bei Lindners in Pension lebten.
24f. der junge v. C.[ampenhausen]: Leyon Pierce Balthasar Frh. v.
25 vorigen Hofmeister: Richter; Gedicht: 183,23.
26 sein Oberster: Carl Caspar v. Gaugreben.
35 Dunciade: 197,29.